Akustische Gitarren haben eine wunderbare Ausstrahlung, wie ich finde. In
ihnen steckt hohe handwerkliche Kunst und musikalische Inspiration. Obendrein
sind sie leicht zu transportieren. Klavierspieler zum Beispiel haben es da
(im wahrsten Sinne des Wortes) viel schwerer, für Trompeter ist der Tansport
ihres Instrumentes zwar nicht so das Problem, wohl aber wird manchmal
sicher die Spielfreude getrübt, wenn Instrument und Stimme des wackeren
Musikanten gleichzeitig erklingen sollen...
An und für sich (und rein
rational gesehen) ist eine akustische Gitarre ja
eigentlich nur ein hohles Gebilde mit runden Ecken, mit
Knochenleim aus verschiedenen Hölzern zusammengeleimt (Gitarristen
dieser Welt, verzeiht mir), zusätzlich drapiert mit ein paar Drähten.
Letztlich ist es aber wie bei jedem anderen Instrument: Gespielt
von der Hand eines Kundigen, öffnen sich plötzlich überraschende
Welten und man erkennt, daß die Musik, die dann erklingt, wohl doch
mehr ist als die Summe der Einzelteile...
Ich habe mich im Laufe der Jahre mit den Gitarren der Firma Crafter
angefreundet. Mir gefällt die schlichte Eleganz des Designs und die
sehr gute Verarbeitung.
Seit Anfang der 90iger Jahre hat mich auch stets eine grüne Fenix SL-90 treu begleitet,
bis ich sie zugunsten der JE-24 verkaufen mußte. Manchmal muß man sich eben im
Leben auch entscheiden... Ja, ja, ich weiß, solche Gitarren verkauft
man normalerweise eigentlich nicht so ohne weiteres freiwillig,
doch glücklicherweise hat sich schließlich mein Bruder erbarmt, sie
mir abzukaufen, so daß sie dann letzten Endes doch in meinem Einflußbereich
blieb, obwohl sie mir eigentlich nicht mehr gehört. Ihr wißt schon, was ich
meine. Danke, Ralf.
(Die grüne Fenix hat mittlerweile den Weg zu mir
zurückgefunden: Ich habe im Internet eine entdeckt und da es ein
Schnäppchen war, kurzentschlossen gekauft. Leider hatte sie ein schwereres
Leben als meine erste...)
So, und jetzt schaut einfach mal rein.